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Matija

Aus

München

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Clouds Hill

Mitglieder

Matija Kovac
Jan Salgovic
Johann Blake
Sami Salman

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Biografie

Erster Akt. „Die Vorgeschichte“

Die fetten Indie-Jahre in den späten Neunzigern, als quasi monatlich eine sensationelle neue Band mit höllischem Charisma um die Ecke kam, sind vorbei. Wir schreiben das Jahr 2017. Die Popkultur ist zersplittert, diffus, wesentlich schnelllebiger als noch vor wenigen Jahren. Der Money Boy-Witz hat sich längst verselbstständigt, heißt jetzt Cloud Rap und ist zum eigenständigen Genre gemorpht. Die Halbwertszeit von Trends ist in Zeiten von Virals, Memes, Apps und Co. kurz geworden. „I bims“ wird noch bevor dieser Text zu Ende geschrieben ist, wieder out sein. Die Welt teilt sich in reddit-Leser und nicht-reddit-Leser. Frank Spilker versteht den Underground nicht mehr. Die Gitarre gilt unter Kids nicht mehr als das allercoolste Instrument.

Das Ensemble tritt auf. Eine talentierte, charismatische junge Band erscheint im Rampenlicht. Vier Jungs, die damals kaum laufen konnten. Vier junge Männer, die sich ihr halbes Leben lang kennen. Zusammen zur Schule gegangen sind, auf Partys und im Club als Gang auftreten. Die meiste Zeit verbringen die vier Anfang Zwanzigjährigen allerdings im Proberaum und Tourbus.
Wie bei den meisten Bands anfangs, wird gecovert, aber bereits Titel von Hendrix, Led Zeppelin sogar Pink Floyd und solcherlei progressive Sachen. Die vier Musiker sind keine Laien, die musikalische Früherziehung kommt zum Tragen. Folglich ist es der Band bald erlaubt, eigene Stücke zu schreiben. Sie schreiben viel und verwerfen viel. Ausdauer und Lust an der Sache schärft ihr kompositorisches Talent. Damals heißen sie noch „The Capitols“.

Es dauert nicht lange bis die junge Band erste Erfolge verbucht, einen ersten kleinen Indie-Deal unterschreibt, schnell vor 1000 und mehr Leuten spielt, von den Medien wahrgenommen wird, das erste Mal im Fernsehen auftritt, die ersten großen Festivals spielt.
Dann tritt im Jahr 2016 die große Plattenfirma auf den Plan. Ein längerer Studioaufenthalt in den Hamburger Clouds Hill Recording Studios wird zur Zäsur: Aus den Capitols wird Matija.

Zweiter Akt. „Die Transformation“

„Wir wollten keinen künstlichen Namen mehr tragen, es sollte etwas Persönliches sein.“
Matija, der Vorname des Sängers mit deutschen und slowenischen Wurzeln, wird zum Bandnamen. Klingt nicht deutsch, klingt nicht englisch, klingt eher international und erklärt sich vor dem Hintergrund, dass ohnehin viele internationale Einflüsse bei Matija eine Rolle spielen. Slowenien, die Slowakei, Jordanien, die USA, Hamburg und nicht zuletzt München sind Zutaten in dem Konglomerat, das die Band ausmacht.

Zu Matija Kovac (Vocals, Rhythmusgitarre und elektrische Blockflöte) gesellen sich Jan Salgovic (Leadgitarre, Synthesizer, Fender Rhodes), Johann Blake (Bass, Synthesizer, Backing Vocals) und Sami Salman (Drums, Percussion). Matija ist eine dieser Bands, in der jeder jedes Instrument spielt.

„Wir möchten immer alle glücklich mit unseren Songs sein“, betont das Quartett. „Das geht mal schneller, mal dauert es länger“, sagen sie glaubhaft unaufgeregt. Dafür gibt es die Band auch einfach schon zu lange, man hat diverse Höhen und Tiefen bereits hinter sich. Trotz des jungen Alters der Protagonisten kann man sich auf einen langjährigen Erfahrungsschatz berufen.
Seit 2011 spielte die Band in London, Wien, Hamburg und Berlin; teilten sich Bühnen mit Wanda, Kensington, The 1975 und Catfish And The Bottlemen.

Dritter Akt. „Die Agenda“

Inspiriert von Freidenkern wie Bowie oder Warhol möchten sie „die Mauer der Normalität“ durchbrechen. Mit Einflüssen von Radiohead, Foals oder Lana Del Rey und lyrisch bisweilen von der HipHop-Poesie eines Kendrick Lamar geprägt.

„Heute geht alles so schnell, dass wir verlernt haben, auf unsere innere Stimme zu hören“, erklärt Sänger Matija. „Auf diesem Album erzählen wir von einer Generation, die in sozialen Netzwerken verkümmert und sich trotzdem nah ist“, er lächelt scheu, traut sich den Satz kaum zu vervollständigen: „Es gibt Verlust und Liebe auf dem Album. Man kann beides finden.“

Gemeinsam mit Produzent Johann Scheerer (u.a. Peter Doherty, Bosnian Rainbows) gelingt der Balanceakt bei den vielseitigen und unterschiedlichen Stücken einen roten Faden beizubehalten. Schwer zu sagen, was genau alles zusammenhält. Vermutlich die Stimme von Matija. Vielleicht die Virtuosität der Band. Wahrscheinlich beides.

Es gibt so viel zu entdecken: Die schwebende Nostalgie der ersten Single „Song For Celine“ trägt verträumtes Shoegaze-Momentum in sich, hinter „5th Avenue“ verbirgt sich Upbeat-Funk, „White Socks“ ist Indie-Disko, „Justify Your Love“ ein verzweifeltes Liebeslied, „Hello My Creator“ thematisiert das Aufwachsen in einer Patchwork-Familie und „Mexico“ ist ein seelenvoller Blues, der Weite, Einsamkeit und Fernweh atmet.

Das Wort Eklektizismus drängt sich auf. Typisch für eine Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist und für die der Zugriff auf den kompletten Musikkatalog eine Selbstverständlichkeit ist. Junge Menschen, die sowohl den hippesten neuen Scheiß kennen und sich gleichzeitig durch den Beatles-Katalog gearbeitet haben. Vielleicht klingt es deshalb wie John Lennon, wenn Matija ergänzt: „Wenn wir versuchen würden, uns von Liebe und Musik leiten zu lassen, könnten wir einen Unterschied machen. Und ja“, ergänzt er, „ich weiß, wie abgedroschen das klingt.“

Musik ist mehr als nur Töne. Musik ist visuell und durchaus ideologisch. Kann Mode sein, kann Eskapismus sein, kann kulturelle und soziale Brücken schlagen. Die Macht der Kunst spielt bei Matija eine nicht zu unterschätzende Rolle. Matija sind Ästheten, Gentlemen, junge Meister, Freidenker, Punks, androgyne Dandys und Streber.

Das Debütalbum "Are We An Electric Generation Falling Apart?" ist im Herbst 2017 erschienen.
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Album: Are We An Electric Generation Falling Apart?
Genre: Indie, Pop, Rock
Stimmung: Danceable, Energetic, Feel Good
Rechte enthalten: Publishing only
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Album: Are We An Electric Generation Falling Apart?
Genre: Indie, Pop
Stimmung: Emotional, Reflective
Rechte enthalten: Publishing only
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Album: Are We An Electric Generation Falling Apart?
Genre: Funk, Indie, Pop, Rock
Stimmung: Energetic, Feel Good
Rechte enthalten: Publishing only
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Album: Are We An Electric Generation Falling Apart?
Genre: Indie
Stimmung: Reflective
Rechte enthalten: Publishing only

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Justify Your Love (String Version)
Münchens Next Big Indie Thing (Mini-Doku)
White Socks

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